Die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) wurden 2015 von den United Nations verfasst und formulieren die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung für alle Länder der Erde bis 2030.
Mit unserem SDG-Pat*innenschaftprogramm wollen wir zeigen, wer sich an der TU Braunschweig ganz konkret und tagtäglich für diese Ziele einsetzt. Heute möchten wir Anouk Almstedt vorstellen, die in der strategischen Hochschulentwicklung als Referentin für Diversity Policies arbeitet. Sie setzt sich für das Ziel 10 ein und hat uns ein paar Fragen beantwortet.
Welchen Bezug hat Ihre Arbeit zu diesem SDG?
Beim Nachhaltigkeitsziel 10 geht es darum, Ungleichheiten in und zwischen Ländern zu verringern. Allen Menschen sollen die gleichen Möglichkeiten zustehen; unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Herkunft oder sozialem und wirtschaftlichem Status. Diskriminierung soll abgeschafft und Chancengleichheit auf allen Ebenen gefördert werden.
Im Diversity Management beschäftige ich mich damit, Mitglieder der TU Braunschweig darin zu stärken, ihre gesellschaftliche Verantwortung und Gestaltungsmacht in Bezug auf die Förderung von Diversität im eigenen Wirkungsfeld wahr- und anzunehmen. Es geht darum, gesellschaftliche Vielfalt und Unterschiedlichkeit anzuerkennen und einen wertschätzenden Umgang zu fördern. Menschen, die an der TU Braunschweig studieren und arbeiten, sind verschieden – und das ist gut so. Ungleichheit ist jedoch nicht fair, wenn die Verteilung von Anerkennung, Ressourcen und Chancen oder die Möglichkeiten zur Teilhabe an der Gestaltung unserer Gesellschaft ungleich sind. Daher setze ich mich aktiv dafür ein, strukturelle Ungleichheit an der TU Braunschweig als Arbeits- und Studienort abzubauen und das Zugehörigkeitsgefühl aller zu stärken.
Wie kamen Sie zu diesem Thema und woher kommt Ihr Interesse?
Ungerechtigkeit hat mich schon in der Schule wütend gemacht – im Laufe der Zeit und durch verschiedene Stationen, habe ich gelernt, die aus der Wut entstehende Energie anzuerkennen und in Engagement umzuwandeln: in der Jugendbildungsarbeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), als Social Justice und Diversity Trainerin sowie durch meine aktuelle Arbeit an der Uni und im bundesweiten Netzwerk Diversity an Hochschulen. Ich engagiere mich an der TU Braunschweig aus der Überzeugung, dass Hochschulen als Bildungs- und Forschungsstätten eine Verantwortung tragen. Die TU Braunschweig hat sich das Ziel gesetzt, Diversität und demokratisches Miteinander zu fördern; diesen Weg möchte ich aktiv mitgestalten.
Welche 3 Wörter verbinden Sie mit diesem SDG?
Gerechtigkeit – Anerkennung – Zugehörigkeit