Projektleiter: Prof. Dr. Magalena Sut-Lohmann und Dr. Sascha Iden Mitarbeiter: Jannis Bosse
Träger: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Mittel: 198.032,16 €
Laufzeit: 01.02.2025 - 31.12.2026
Kooperationen: Thünen-Institut, Forschungsring e.V.
Im Gegensatz zur gut dokumentierten landwirtschaftlichen und industriellen Verschmutzung ist der Einfluss von Kriegen auf Böden noch wenig erforscht. Militärische Operationen führen durch das Einbringen von Schwermetallen und anderen Schadstoffen aus Munition und Sprengstoffen zu einer erheblichen Umweltbelastung.
Durch intensive Kampfhandlungen gelangen Schwermetalle wie Blei, Kupfer und Zink in die Böden, was die langfristige Gesundheit von Ökosystemen und die landwirtschaftliche Produktivität bedroht. Die Degradierung von über 5 Millionen Hektar Land stellt eine große Herausforderung für die globale Ernährungssicherheit dar, insbesondere für Länder, die auf ukrainische Getreideexporte angewiesen sind.
Unser Projekt zielt darauf ab, eine umfassende Methodik zur Bewertung der durch militärische Verschmutzung verursachten Bodenschäden zu entwickeln. Dazu gehören Untersuchungen zu Veränderungen der physikochemischen Eigenschaften der Böden und die Identifizierung von Verschmutzungshotspots mittels FTIR-Methode. Die Bewertung des Umwelt- und geochemischen Zustands der Böden basiert auf der Analyse der Migration und Dynamik von Schadstoffen sowie der Übertragungskoeffizienten (z. B. Boden-Pflanze).
Zur Unterstützung dieser Bewertung wird das Projekt ein Gewächshausexperiment umfassen, um die Schwermetallakkumulation in typischen ukrainischen Pflanzen zu ermitteln. Dabei wird besonderes Augenmerk auf den Einfluss der genetischen und artenspezifischen Merkmale potenzieller Hyperakkumulatoren auf den Elementgehalt gelegt.
Die geochemische Parameterdatenbank der Nachkriegsböden wird die Entwicklung eines Sets an Indikatoren für militärische Bodenverschmutzung ermöglichen, das zur Überwachung von Bodenveränderungen und zur Zonierung landwirtschaftlicher Nutzflächen nach Verschmutzungsgraden verwendet werden kann. Diese Ergebnisse werden in Projekte zur territorialen Planung integriert, um die Landschaften wiederherzustellen oder ihren optimalen Zustand zu unterstützen.
Projektleiter: Prof. Magdalena Sut-Lohmann, Mitarbeierin: Dr. Anastasia Splodytel
Laufzeit: 2024-2026
Verbundvorhaben in Zusammenarbeit mit der Stadt Braunschweig (Fachbereich Umweltschutz) und den Arbeitsgruppen Umweltsystemanalyse & Landschaftsökologie, Bodenkunde & Bodenphysik des Instituts für Geoökologie (TU Braunschweig) sowie dem Institute for Sustainable Urbanism (TU Braunschweig).
Ziel des Projekts COABS ist es, die Klimarisiken in Braunschweig zu analysieren, Maßnahmen zur Erhöhung der Anpassungskapazität zu entwickeln und deren Umsetzung anzustoßen. Am Ende stehen die Erarbeitung von Bausteinen für eine gesamtstädtische Anpassungsstrategie sowie Anpassungsmaßnahmen in den Handlungsfeldern „Wassermengenmanagement & Bodenhaushalt“, “Mensch & Gesundheit“ und „Naturschutz & Biodiversität“.
Förderung: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)
Förderprogramm „Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“ https://www.bmuv.de/themen/klimaschutz-anpassung/klimaanpassung
Projektträger: ZUG https://www.z-u-g.org/aufgaben/foerderung-von-massnah-men-zur-anpassung-an-die-folgen-des-klimawandels/
Projektleiter: Dr. Sascha Iden
Förderkennzeichen: 67DAS246B
Laufzeit: 2022-2025
Kooperation: Stadt Braunschweig