Bis heute wird der Batteriemarkt von Lithium-Ionen-Batterien (Li-Ion) dominiert, da sich die Energiedichte mehr als verdoppelt hat und ihre Kosten um mindestens den Faktor 10 gesunken sind. Herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien (LIB) stoßen jedoch in Bezug auf die Energiedichte an ihre Leistungsgrenzen und sind mit Sicherheitsproblemen konfrontiert, was die Entwicklung und Produktion neuer Batteriegenerationen, wie z.B. Solid-State-Batterien (SSB), erforderlich macht, um in Europa eine neue industrielle Wertschöpfungskette für deren Kommerzialisierung zu schaffen. Folglich werden in der EU hergestellte SSBs mit hoher Energiedichte die Versorgung u.a. des Automobilsektors sicherstellen. Um dies zu erreichen, ist die Entwicklung und der Einsatz neuer Fertigungstechnologien, die die Produktion von SSB in großem Maßstab ermöglichen, von entscheidender Bedeutung. Unter den übergreifenden Themen für die Entwicklung und Produktion nachhaltiger Batterien in der Zukunft betrachtet die Roadmap4 BATTERY 2030+ die Herstellbarkeit als einen übergreifenden Schlüsselbereich. Innovative und skalierbare Fertigungstechniken zur Herstellung von SSBs werden die Kostenreduzierung, Energieeinsparungen und verbesserte Sicherheit beschleunigen.
ADVAGEN wird eine neue Lithium-Metall (LiM)-Batteriezellentechnologie entwickeln, die auf einem sicheren, zuverlässigen und leistungsstarken hybriden Festkörperelektrolyten (auf LLZO-LPS-Basis) basiert und einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der weltweiten (hauptsächlich asiatischen) Konkurrenz darstellt. Dies wird die EU als Technologie- und Produktionsführer bei Batterien nachhaltig stärken, wie in der ERTRAC-Roadmap für die Elektrifizierung und im SET-Plan Aktionspunkt 7 festgelegt. Das ADVAGEN-Konsortium umfasst die wichtigsten EU-Akteure im Batteriesektor, von industriellen Materialherstellern (SCHT, CPT, ABEE) über Batteriehersteller (ABEE) bis hin zu Forschungs- und Entwicklungszentren (IKE, CEA, IREC, TUB, CICe, POLITO, INEGI, UL, FEV) und der Automobilindustrie (TME), die die gesamte Wissens- und Wertschöpfungskette abdecken. Durch die Entwicklung leistungsstarker, erschwinglicher und sicherer Batterien will ADVAGEN die europäische Wettbewerbsfähigkeit bei der Produktion von Batteriezellen wiederherstellen.
Kontakt an der TU Braunschweig: Arno Kwade, Institut für Partikeltechnik
Projektlaufzeit: 1. August 2022 – 31. Juli 2026
Projektpartner: Belgien: ABEE Avesta Battery & Energy Engineering (Koordinator); Toyota Motor Europe nv – Deutschland: FEV Europe GmbH – Frankreich: Commissariat a l Energie Atomique et aux Energies Alternatives; Euroquality sas – Italien: Politecnico di Torino – Niederlande: Techconcepts bv – Norwegen: Ceramic Powder Technology as – Portugal: INEGI - Instituto de Ciencia e Inovacao em Engenharia Mecanica e Engenharia Industrial – Slowenien: Univerza v Ljubljani – Spanien: Centro de Investigacion Cooperativa de Energias Alternativas Fundacion, CIC Energigune Fundazioa; Fundacio Institut de Recerca de l'Energia de Catalunya; Ikerlan s. Coop
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