Wirtschaftsinformatik in der Praxis

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Mein erster Werkstudentenjob bei der NRail GmbH (Teil 2)

Hallo liebe Studierende,

jetzt nehme ich Euch mit auf meinen Weg, wie ich tiefer in die IT gelangt bin. 🙂

Mit immer mehr Erkenntnissen aus der Informatik und Wirtschaftsinformatik wurde mein IT-Interesse immer stärker, was mich dann innerhalb der Firma in den Bereich der Datenbanken und des Backends führte. Mit null Vorkenntnissen in diesem Bereich war ich zunächst etwas überfordert mit dem ganzen Vertrauen, was mir entgegengebracht wurde, aber ich habe die Chance gesehen, mal ohne jegliche Vorkenntnisse in einem Bereich starten zu können. Normalerweise werden ja in Jobs zumeist schon vor Beginn viele Kenntnisse vorausgesetzt. Durch einige SQL-Kenntnisse aus Vorlesungen begann ich damit, Skripte in SQL zu schreiben, um Daten zu analysieren und auszuwerten. Da die Möglichkeiten hier jedoch limitiert waren, habe ich dann auch etwas Python gelernt. Das war eine steile Lernkurve für mich, aber ich wurde von geduldigen IT- Kollegen unterstützt und konnte nach und nach immer komplexere Aufgaben übernehmen. Teilweise wurden meine Skripte dann auch in unser Produkt integriert. Die Datenbankpflege und -programmierung wurde zu einer meiner häufigsten und liebsten Aufgaben. So habe ich ein gutes Verständnis für die Datenstrukturen und -prozesse des Unternehmens bekommen.

Eine weitere herausfordernde Erfahrung bei NRail war für mich das eigenständige Aufsetzen eines Wikis und des dazugehörigen Servers. Vom Server-Setup über die Auswahl des Wikis bis zur Gestaltung und Pflege des Wikis konnte ich jeden Schritt des Projekts eigenständig durchführen. Das Wiki war für uns eine Art Wissensdatenbank, an der sowohl interne Prozesse, als auch verschiedenste Informationen, die unsere Produkte betrafen, abgelegt wurden. Ich habe während der Erstellung des Wikis eng mit meinen verschiedenen Kollegen zusammengearbeitet, damit am Ende für alle Abteilungen ein Mehrwert da war.

Eine weitere Tätigkeit bei NRail bestand darin, die internen Prozesse und auch Geschäftsmodelle für unser Produkt aufzuzeichnen und zu modellieren. Dies half uns, den Überblick über unsere Abläufe zu behalten und verschiedene Implementationen von Geschäftsmodellen abzuwägen. So habe ich bei einer Erweiterung der Produktpalette von NRail um eine Ersatzteil-Plattform für Schienenfahrzeuge dabei geholfen, verschiedene Bezahlungssysteme zu modellieren, um herauszufinden, welches für uns am besten passte.

Wie ihr seht, konnte ich wirklich sehr viele verschiedene Einblicke gewinnen, was mir auch unglaublich gut gefallen hat. In meinem nächsten Blogbeitrag erzähle ich Euch, wie die Arbeit bei NRail so war und was sie mir persönlich für einen Mehrwert geliefert hat.

Liebe Grüße

Katharina Rüsch


Mein erster Werkstudentenjob bei der NRail GmbH (Teil 1)

Hallo liebe Studierende,

ich bin Katharina und als ich meine Werkstudententätigkeit bei der NRail GmbH begann, war ich ein Erstsemester ohne jegliche Erfahrung in der Arbeitswelt.

Das Unternehmen war damals noch in den Kinderschuhen und hatte eine Start-up Mentalität, die mir von Anfang an die Möglichkeit gab, in verschiedene Bereiche hineinzuschnuppern. In diesem dreiteiligen Erfahrungsbericht teile ich mit Euch meine spannende Reise von 2018 bis 2022 bei der NRail GmbH, einem Teil der Paribus-Gruppe in Hamburg.

In der Uni hat mich damals ein Kommilitone angesprochen, der damals schon bei dem Unternehmen gearbeitet hat. Er hat mir von den Produkten erzählt und dass das Unternehmen versucht, den Schienenverkehr zu digitalisieren. Die Geschäftsidee war es, Kunden, die im Besitz von Schienenfahrzeugen sind, ein Frontend zur Verfügung zu stellen, mit dem der Kunde seine Flotte monitoren kann und Datenauswertungen und Visualisierungen + Karten erhalten kann. All dies wurde umgesetzt durch eine Telematikbox, die wiederum mit einem Backend interagiert. Im für den Kunden zugänglichen Frontend werden dann wichtige Daten bereitgestellt. Dies sollte Prozesse rundum die Flottenverwaltung für den Kunden erleichtern. Im Laufe der Jahre kamen zum Produktportfolio noch weitere Dinge dazu. Die IT-basierte Geschäftsidee hat mir gut gefallen und ich habe mich schon gefragt, in was für Bereichen ich dann überall mithelfen kann.

Meine ersten Schritte bei NRail waren dann im Bereich der Marktanalyse und Wettbewerbsforschung. Meine Aufgaben bestanden darin, umfangreiche Recherchen durchzuführen, um Einblicke in die Branchentrends und Wettbewerbslandschaft zu gewinnen und auch Konkurrenten im Blick zu behalten. Ebenfalls habe ich dann mal einen praktischen Einblick in die Umsetzung einer SWOT-Analyse bekommen, da ich selber eine erstellt habe. Zuvor hatte ich das Konzept in der Uni nur theoretisch verwendet. Die Informationen, die ich gesammelt habe waren von entscheidender Bedeutung für die Weiterentwicklung unserer Produkte und die Identifizierung von Wachstumschancen. Auf Basis dieser Marktanalysen wurden von meinen Chefs strategische Entscheidungen getroffen.

Bald habe ich aber entdeckt, dass ich doch lieber mehr mit der IT zu tun haben möchte. Im nächsten Blogpost gehe ich weiter auf meine Tätigkeiten mit IT-Bezug, also das für Euch sicherlich noch viel Spannendere, ein. 😉

Liebe Grüße

Katharina Rüsch


Werkstudentin bei Siemens Mobility (3/3)

Hallo liebe Studierende,

willkommen zurück zum letzten Teil meiner Blogreihe, in der ich meine Erfahrungen und Lernmomente als Werkstudentin bei Siemens Mobility teile. Nachdem ich in den ersten beiden Teilen über meinen Einstieg ins Unternehmen und meine konkreten Aufgaben in den ETCS-Projekten für Ungarn und Rumänien berichtet habe, möchte ich nun auf meine persönliche und berufliche Entwicklung während dieser Zeit eingehen.

Siemens Mobility legt großen Wert auf die kontinuierliche Weiterbildung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich hatte die großartige Gelegenheit, an verschiedenen Schulungen teilzunehmen, die mein Verständnis für die ETCS-Technologie vertieft haben. Diese Schulungen waren nicht nur informativ, sondern ermöglichten es mir auch, mein Netzwerk innerhalb des Unternehmens zu erweitern und von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zu lernen.

Zusätzlich unterstützte ich bei der Organisation von technischen Schulungen und Workshops. Diese Aufgabe gab mir einen Einblick in die Herausforderungen und die Logistik, die mit der Planung solcher Veranstaltungen verbunden sind. Es war bereichernd zu sehen, wie diese Veranstaltungen dazu beitragen, das Wissen und die Kompetenzen im Team kontinuierlich zu erweitern.

Ein besonderes Highlight meiner Zeit bei Siemens Mobility war das Job Shadowing. Ich hatte die Möglichkeit, verschiedene Abteilungen zu besuchen und den Alltag anderer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beobachten. Diese Erfahrung war für mich sehr aufschlussreich, da ich einen Einblick in die Vielfalt der Aufgaben und Herausforderungen in verschiedenen Bereichen des Unternehmens erhielt.

Das Job Shadowing hat mir nicht nur geholfen, mein Netzwerk zu erweitern, sondern auch mein Verständnis für die verschiedenen Rollen und Funktionen im Unternehmen zu vertiefen. Ich konnte beobachten, wie die verschiedenen Abteilungen zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen, und wie wichtig jede einzelne Person für den Erfolg des Gesamtprojekts ist.

Rückblickend kann ich sagen, dass meine Zeit bei Siemens Mobility eine der lehrreichsten und inspirierendsten Perioden meines bisherigen Berufslebens war. Ich habe nicht nur fachlich viel gelernt und meine Kompetenzen erweitert, sondern auch wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt und in die Bedeutung von Teamarbeit, Kommunikation und kontinuierlicher Weiterbildung erhalten.

Ich bin dankbar für die Unterstützung und das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde, und für die vielen inspirierenden Menschen, die ich kennenlernen durfte. Diese Erfahrungen haben mich nicht nur beruflich, sondern auch persönlich weitergebracht und meine Motivation gestärkt, auch in Zukunft an spannenden und innovativen Projekten zu arbeiten.

Mit diesem Blogbeitrag schließe ich meine Reihe über meine Zeit bei Siemens Mobility ab. Ich hoffe, dass ich euch einen Einblick in meine Aufgaben, Herausforderungen und vor allem in meine persönlichen Lern- und Entwicklungsmomente geben konnte.

Die Welt der Mobilität ist spannend und dynamisch, und ich freue mich darauf, weiterhin Teil dieser Entwicklung zu sein.

Beste Grüße und bis bald,
Patricia


Werkstudentin bei Siemens Mobility (2/3)

Hallo wieder, liebe Studierende,

Im ersten Teil meiner Blogreihe habe ich euch von meinem Einstieg bei Siemens Mobility und meinen ersten Schritten in der Welt der Mobilität berichtet. Heute möchte ich tiefer in die konkreten Projekte eintauchen, an denen ich gearbeitet habe, und euch zeigen, wie ich mein theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen konnte.

Die Einführung des European Train Control System (ETCS) in Ungarn und Rumänien war ein großes und ambitioniertes Projekt, und ich war stolz darauf, Teil des Teams zu sein, das diesen Prozess vorantrieb. Mein Beitrag bestand darin, sicherzustellen, dass alle notwendigen Dokumente und Materialien zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren.

Ich war verantwortlich für die Dokumentation und Überprüfung der Materialien auf ihre CE-Konformitäten. Dies erforderte eine genaue Arbeitsweise und ein gutes Auge für Details, um sicherzustellen, dass alles den strengen Normen und Vorschriften entsprach.

Ein weiterer wichtiger Aspekt meiner Tätigkeit war die Unterstützung im Bereich Projektmanagement und -organisation. Ich half bei der Archivierung und Pflege von Projektdokumenten und sorgte dafür, dass alle relevanten Informationen stets auf dem neuesten Stand und leicht zugänglich waren. Auch die Erstellung und Aktualisierung von Übersichtslisten in SAP gehörte zu meinen Aufgaben. Durch die Arbeit mit verschiedenen Software-Tools und Datenbanken konnte ich meine Kenntnisse in diesen Bereichen erweitern und vertiefen. Ich lernte, wie man komplexe Informationen strukturiert und für das gesamte Team zugänglich macht, eine Fähigkeit, die in der heutigen Arbeitswelt unerlässlich ist.

Während meiner Zeit bei Siemens Mobility hatte ich nicht nur die Gelegenheit, an spannenden Projekten zu arbeiten, sondern auch mich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Ich durfte an verschiedenen internen Schulungen teilnehmen und durchlief einen Job Shadowing, um mein Verständnis für die ETCS-Technologie zu vertiefen.

Diese Erfahrungen waren für mich von unschätzbarem Wert. Sie ermöglichten es mir, mein theoretisches Wissen aus dem Studium in die Praxis umzusetzen und gleichzeitig einen tieferen Einblick in die Abläufe und Herausforderungen von großen Infrastrukturprojekten zu erhalten.

Meine Zeit bei Siemens Mobility war geprägt von Lernmomenten, Herausforderungen und der Möglichkeit, mein Wissen in die Praxis umzusetzen. Ich bin dankbar für die zahlreichen Chancen, die mir geboten wurden, und die Erfahrungen, die ich sammeln konnte. Ich habe nicht nur mein Verständnis für ETCS und Projektarbeit vertieft, sondern auch wertvolle Einblicke in die Welt der Mobilität gewonnen.

Im nächsten und letzten Teil dieser Blogreihe werde ich euch mehr über meine persönlichen und beruflichen Entwicklungsschritte erzählen und reflektieren, wie diese Erfahrungen meine Sicht auf die Arbeitswelt geprägt haben.

Bis dahin, bleibt neugierig und engagiert!

Beste Grüße,
Patricia


Werkstudentin bei Siemens Mobility (1/3)

Hallo liebe Studierende,

mein Name ist Patricia und in den nächsten drei Blogbeiträgen möchte ich euch einen Einblick in meine Zeit als Werkstudentin bei Siemens Mobility geben. Mein Fokus lag dabei auf der spannenden und herausfordernden Aufgabe, die Einführung des European Train Control System (ETCS) in Ungarn und Rumänien zu unterstützen. Aber bevor ich ins Detail gehe, lasst uns erst einmal mit den Grundlagen beginnen.

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Tag. Die Aufregung war groß, schließlich ist Siemens Mobility ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der intelligenten Verkehrssysteme. Schon beim Betreten des Büros konnte ich die innovative Atmosphäre spüren. Es war ein Gefühl von Dynamik und Fortschritt, und ich war gespannt darauf, was die nächsten Monate für mich bereithalten würden.

Ich wurde herzlich in einem engagierten Team aufgenommen, das für die Implementierung von ETCS-Projekten in Ungarn und Rumänien verantwortlich ist. Schnell wurde mir klar, dass ich hier nicht nur Zuschauerin sein würde. Mir wurden wichtige Aufgaben anvertraut, die für den Erfolg der Projekte entscheidend waren.

Zu meinen täglichen Aufgaben gehörte die Vorbereitung und Bereitstellung von Dokumentenpaketen. Dies mag auf den ersten Blick simpel erscheinen, erforderte jedoch eine genaue und strukturierte Arbeitsweise. Jedes Detail zählte, und ich lernte schnell die Bedeutung von Präzision und Zuverlässigkeit in meiner Arbeit.

Ein weiterer wichtiger Teil meiner Tätigkeit war die Pflege der monatlichen Material- und Personalkosten. Hier kam die Mitkalkulationstabelle (MIKA) ins Spiel, ein Tool, das für mich zuerst wie ein Buch mit sieben Siegeln wirkte. Doch mit der Zeit und dank der Unterstützung meines Teams konnte ich nicht nur den Umgang damit erlernen, sondern auch die Relevanz dieses Instruments für das finanzielle Management unserer Projekte verstehen.

Neben den fachlichen Aufgaben gab es auch zahlreiche Gelegenheiten, hinter die Kulissen der Projektarbeit zu blicken. Ich durfte an Projektmeetings teilnehmen und Protokolle führen, was mir einen umfassenden Einblick in die Abläufe und Herausforderungen unserer Projekte bot.

Eines wurde mir in dieser Zeit besonders klar: Bei Siemens Mobility wird viel Wert auf die Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelegt. Ich fühlte mich nicht nur als Teil des Teams, sondern auch als Teil einer Gemeinschaft, die gemeinsam an der Zukunft der Mobilität arbeitet.

Meine ersten Wochen und Monate bei Siemens Mobility waren geprägt von Lernmomenten, spannenden Aufgaben und der Gewissheit, Teil von etwas Größerem zu sein. Die Arbeit an den ETCS-Projekten für Ungarn und Rumänien war nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance, meine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und weiterzuentwickeln.

Im nächsten Beitrag werde ich tiefer in die spezifischen Projekte eintauchen und euch zeigen, wie meine Arbeit zur erfolgreichen Implementierung von ETCS beigetragen hat. Bleibt also gespannt!

Bis dahin,
Patricia


Praktikum im Consulting – 3/3

In diesem Blog erzähle ich Euch von meinem Praktikum im Consulting bei einer der weltweit führenden Strategie- und Managementberatungen (McKinsey, BCG, Bain). Im letzten Teil reflektiere ich über mein Praktikum sowie über die Vorteile und Herausforderungen eines Jobs als Berater.

Insgesamt hat mir mein Praktikum gut gefallen, und ich hatte eine spannende und aufregende Zeit, in der ich viel gelernt habe und mit meiner Berufsorientierung gut vorangekommen bin.

Vorteile als Berater sind vor allem die steile Lernkurve in Sachen Projektmanagement und Softskills, die Einblicke ins Topmanagement von Kunden und der Austausch mit Unternehmenslenkern, sowie bestimmte Aspekte des Lifestyles.

Als Berater oder Beraterin arbeitet man permanent in meist ambitioniert getakteten Projekten, muss zahlreiche interne und externe Stakeholder managen und dabei im Team unter hohem Druck inhaltlich einwandfreie Ergebnisse liefern. Dabei entwickelt man sich in Sachen Projekt- und Stakeholdermanagement, Teamwork, persönliches Zeitmanagement/Priorisieren, Disziplin, Office Skills und Problemanalyse wie in kaum einem anderen Job in den ersten Berufsjahren.

Auch erhält man (als Berufseinsteiger) Einblick in hohe Managementebenen der Kundenunternehmen und arbeitet direkt für/mit Topmanagern, nicht selten Vorständen von oft börsennotierten Unternehmen. Dies ermöglicht einerseits unternehmens- und branchenspezifische Erfahrungen und bereitet andererseits direkt darauf vor, selbst eine Managementrolle zu übernehmen. Auch bieten sich Möglichkeiten zum Netzwerken und Gewinnen neuer Karriereperspektiven.

Der Lifestyle hat auch einiges zu bieten: hohes Gehalt, erstklassige Ausstattung und Räumlichkeiten, Reisen Erster Klasse, hochklassige Mahlzeiten und Hotels.

Dagegen stehen jedoch auch gravierende Nachteile zu Buche: Negative Aspekte des Lifestyles und ein limitierter Aufbau echter Expertise.

Nachteile des Lifestyles liegen auf der Hand: ausufernde, teils absurd lange Arbeitszeiten, ständiges Reisen fast jede Woche (ohne dabei auch nur im geringsten Zeit zu haben, die fremden Städte freizeitlich zu erkunden) und damit einhergehend so gut wie kein Privatleben unter der Woche, permanent hoher Leistungsdruck und Beobachtung durch Vorgesetzte, reale Gefahr einer leistungsbedingten Entlassung.

Und während man Softskills und allgemeine Managementfähigkeiten stark entwickelt, baut man in der Regel zumindest in den ersten Jahren kaum nennenswerte Expertise in einer Branche oder Funktion auf, sammelt keine Erfahrung als Linienmanager und im Führen (und Motivieren) größerer Einheiten und gewöhnt sich stark an die besondere Arbeitsumgebung der Beratung. Dies sorgt dafür, dass oft nur bestimmte (generalistische) Jobs für den Sprung aus der Beratung infrage kommen. Und aufgrund der genannten Lifestyle Aspekte bleiben nur wenige Berater länger als ein paar Jahre, sodass die Frage der Exitmöglichkeiten hochrelevant ist.

Ob der Trade-Off dieser Vor- und Nachteile aufgeht oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden.


Praktikum im Consulting – 2/3

In diesem Blog erzähle ich Euch von meinem Praktikum im Consulting bei einer der weltweit führenden Strategie- und Managementberatungen (McKinsey, BCG, Bain). Im zweiten Teil gebe ich Euch einen Eindruck, wie eine typische Arbeitswoche in meinem Praktikum aussah.

Die Beraterinnen und Berater meines Teams kamen aus verschiedenen Offices des DACH Raumes. Um dennoch nicht Remote arbeiten zu müssen, haben wir uns meist zum „Co-Locating“ in einem der deutschen Offices getroffen.

Am Montag Morgen bin ich zwischen sieben und acht Uhr aufgebrochen, um mittags im Co-Locating Office zu sein. Je nachdem, wie weit die Reise war, legte ich sie mit der Bahn oder mit dem Flugzeug zurück. Vom Bahnhof oder Flughafen ging es dann mit dem Taxi ins Büro.

Zu Beginn jedes Tages im Büro stimmten wir uns normalerweise in einem kurzen Check In ab, was für den Tag anlag und wie die Aufgaben zu priorisieren waren. Über den Tag arbeitete dann jeder an seinen Aufgaben. Für mich hieß das vor allem PowerPoint Präsentationen zu erstellen, Informationen zu recherchieren und mit dem Team über aktuelle Problemstellungen zu diskutieren. Regelmäßig stimmten wir uns über den aktuellen Stand unserer Dokumente ab und holten Feedback ein. Dies konnte in Form eines offenen Austausches über einen Arbeitsstand erfolgen, oder auch durch asynchron eingetragene Kommentare in einem Dokument.

Mehrmals pro Woche gab es Kundentermine per Videokonferenz oder vor Ort, bei denen Partner, Projektleiter und manchmal auch Berater auf Basis einer Präsentation mit den Kunden diskutierten, Feedback aufnahmen und weitere Arbeitsschritte ableiteten. Als Praktikant konnte ich hier bei Online Terminen zuhören, mich jedoch nicht selbst einwählen.

Mittags und abends aßen wir als Team zusammen, entweder auswärts oder im Büro. Nach dem Abendessen wurde in der Regel noch etwas weitergearbeitet, bevor sich alle ins Hotel verabschiedeten. Ab und zu gab es auch ein richtiges Team Dinner in einem exklusiven Restaurant, bei dem wir uns etwas mehr Zeit ließen.

Am Mittwoch oder Donnerstag erfolgte dann die Rückreise, und den Rest der Woche arbeitete dann jeder vom Firmenbüro in der Heimatstadt oder von zuhause aus. Um möglichst viel mitzunehmen, ging ich persönlich meist auch Freitags ins Büro.

Im letzten Eintrag werde ich mein Praktikum reflektieren und einige Vorteile und Herausforderungen des Berufs diskutieren.


Praktikum im Consulting – 1/3

In diesem Blog erzähle ich Euch von meinem Praktikum im Consulting bei einer der weltweit führenden Strategie- und Managementberatungen (McKinsey, BCG, Bain). Im ersten Teil gebe ich Euch einen Eindruck, worum es bei der Arbeit einer solchen Beratungsfirma geht.

Die Unternehmensberatung unterstützt Unternehmen in verschiedenen Branchen bei der Lösung komplexer geschäftlicher Herausforderungen. Ihre Berater arbeiten eng mit Kunden zusammen, um Strategien zu entwickeln, die Wachstum fördern, Kosten optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit steigern sollen.

Wie sieht das dann konkret aus? Die Firma arbeitet immer im Rahmen von Projekten, bei denen Teams von meist zwei bis fünf Beratern, einschließlich einer Projektleiterin oder eines Projektleiters, an einem mehr oder weniger konkreten Auftrag arbeiten. Manchmal arbeiten auch mehrere Teams gleichzeitig beim selben Kundenunternehmen. Der genaue Auftrag des Projektteams kann sich im Laufe des Projekts auch ändern.

Die Arbeit im Projekt lässt sich grob in drei Blöcke aufteilen: Informationsgewinnung, Analyse und Aufbereitung sowie Diskussion oder Präsentation.

Zunächst wird die Fragestellung untersucht und Informationen gesammelt. Dazu werden etwa Daten betrachtet oder Mitarbeitende des Kunden interviewt.

Dann werden die Informationen intern im Beratungsteam analysiert (falls es Daten sind, meist mit Excel) und diskutiert. Gemeinsam mit den Partnern, also den leitenden Beratern, wird eine Storyline für die Diskussion mit den Kunden entwickelt. Im Mittelpunkt steht hierbei in der Regel eine PowerPoint Präsentation (genannt „Deck“), die mit den Managern des Kundenunternehmens durchgegangen werden soll und an die hohe Ansprüche gestellt werden.

Vor der Diskussion in größerer Runde wird dieses Deck in der Regel individuell mit einigen Schlüsselpersonen des Kunden abgesprochen.

Der dritte Block beinhaltet dann die Besprechung der Ergebnisse mit den Kunden. Dies kann in vielen verschiedenen Formaten geschehen, von informellen 1on1 Gesprächen bis hin zu großen Vorstandsworkshops mit etlichen Teilnehmern. Basierend auf dem Deck werden dann die bisherigen Ergebnisse diskutiert und nächste Schritte erörtert. Dann beginnen die drei Schritte von vorne.

Im nächsten Eintrag werde ich Euch meine persönliche Rolle bei all dem und meinen Arbeitsalltag schildern.


Teil 1: Tätigkeit bei PARAT GmbH

Grüße an alle, die meinen Blog lesen oder ihren Platz als Softwareentwickler finden möchten. Im ersten Teil meines Blogs möchte ich meine Erfahrungen teilen und dir erzählen, wie ich mein Praktikum bei der PRRAT GmbH absolviert habe. Im zweiten Teil möchte ich mit dir teilen, wie es ist, in diesem Unternehmen zu arbeiten, und im letzten Teil möchte ich dir alle positiven und negativen Aspekte näherbringen, die mir bisher in diesem Unternehmen aufgefallen sind.

Ich habe mein Praktikum bereits 2019 bei diesem Unternehmen begonnen. Es dauerte ungefähr ein halbes Jahr. Als Praktikant habe ich den gesamten internen Ablauf kennengelernt. Zu meinen Aufgaben gehörten der Besuch verschiedener Seminare zu Themen wie Node.js, kurze Schulungen in Sprachen wie JavaScript, HTML und Angular, sowie umfangreiches Erlernen von Java. Mir gefiel dieses Unternehmen, weil das Team überwiegend jung und motiviert ist und seine Erfahrungen und sein Wissen gerne weitergibt.

Ich hatte 20 Stunden pro Woche im Rahmen meines Vertrags gearbeitet, wodurch ich Arbeit und Studium problemlos vereinbaren konnte. Ich würde dieses Unternehmen gerade denjenigen Studenten empfehlen, die sich im Bereich Programmierung weiterentwickeln möchten, aber auch als Wirtschaftsinformatiker konnte ich viel interessantes lernen. Zum Beispiel die Arbeit mit der Atlassian-Toolchain, bei der man mit Jira nicht nur Aufgaben an Entwickler verteilt, sondern auch die Umsetzung und Leistung des Projekts verfolgen kann. Mit Confluence konnte das gesamte Team zusammenarbeiten, im Kurzem ist es eine sehr bequeme Plattform für Kollaboration und Kooperation, was einem Wirtschaftsinformatiker auch helfen kann.

Dieses Unternehmen verwendet das Scrum-Model. Das bedeutet, dass wir alle zwei Wochen ein Scrum-Meeting hatten, bei dem jedes Projektmitglied seine Lösungen oder Probleme vorstellte. Alle ungelösten Probleme wurden mit dem Lieferanten besprochen und auf den nächsten Slot übertragen oder storniert/ verplant. Da mein Beruf Wirtschaftsinformatik auch Wissen aus dem Informatikbereich umfasst, konnte ich die Arbeit mit Datenbank und SQL-Abfragen besser verstehen. Durch diese Praxis konnte ich nicht nur Erfahrung sammeln sondern konnte auch die Vorlesungen für Rationale Datenbanken an der Universität besser verstehen.

Kommen wir wieder zum Wirtschaftsbereich. Um ein Projekt gut zu planen und zu verwalten, hilft es meiner Meinung nach sehr, wenn ein grundlegendes Verständnis darüber vorhanden ist welche Aufgaben wie viel Zeit in Anspruch nehmen. Daher würde ich jedem zukünftigen Manager oder jeder Führungskraft raten, sein Fachgebiet, einschließlich Programmierkenntnissen, zu verstehen, damit du die Ressourcen deines Unternehmens nicht falsch einschätzt und einsetzt.

In zweiten Blog werde ich über meine heutige Arbeit und Aufgabengebiete in dieser Firma erzählen.

Bis bald 👋


Teil 2: Tätigkeit bei PARAT GmbH

Im zweiten Teil erzähle ich dir, wie es sich anfühlt, Mitarbeiter dieses Unternehmens zu sein.

Nach dem Praktikum gab es auch eine Probezeit, in der ich als Kandidat für eine Mitarbeiterstelle in Betracht gezogen wurde. Ich erhielt weiterhin einen Vertrag über 20 Stunden pro Woche, 30 Tage Urlaub und ein 13. Monatsgehalt. Während der Prüfungen wurde ich von der Arbeit freigestellt, sodass ich mich ganz auf mein Studium konzentrieren konnte.

Kommen wir nun zu meinen Aufgabenbereich. Was mir an meinem Job besonders gefällt, ist, dass ich sowohl Softwareentwicklung als auch Organisationsplanung, Koordination und Datenbanken übernehmen kann. Da die Arbeit nicht eintönig ist, entsteht weder Langeweile noch das Gefühl, eintönige Arbeiten zu erledigen. Hervorheben möchte ich, dass der Chef dieser Firma und mein Projektleiter, sehr loyal sind und den Studierenden stets entgegenkommt. Ein weiterer interessanter Punkt für Studierende ist, dass diese Firma die Studiengebühren übernimmt, Voraussetzung sind lediglich Studienfortschritte und ein Zeugnis über bestandene Prüfungen.

Das Unternehmen hat derzeit 7 Projekte, die jeweils unterschiedliche Fähigkeiten erfordern. In meinem Projekt verwenden wir beispielsweise mehr Java für die Entwicklung und erstellen derzeit ein Dashboard mithilfe von React. Jeden Tag gibt es in unserem Projekt ein Standup Meeting – eine kurze Besprechung von unseren Scrum-Teams. Hier erzählt/zeigt jeder Mitarbeiter im Projekt seine Fortschritte und Probleme. Bei dem Treffen kann jeder seine Ideen und Verbesserungsanträge äußern. Alle zwei Wochen gibt es ein Mock-Up, bei dem alle Mitarbeiter aller Projekte des Unternehmens gemeinsam mit dem Chef zusammenkommen und alle ungelösten Probleme geäußert oder die besten Vorschläge zur allgemeinen Diskussion aller Projekte erörtert werden. Unser Team trifft sich wöchentlich mit seinen Kunden und bespricht alle abgeschlossenen, verschobenen, umplanten oder verbesserten Versionen der Aufgaben. In diesem Unternehmen gibt es keine Hierarchie; jeder kann sowohl innerhalb des Projekts als auch im allgemeinen Kreis anderer Projekte frei kommunizieren und seine Ideen einbringen. Dies gilt für interne Mitarbeiter, als auch für Freelancer und Lieferanten. Insgesamt bin ich mit diesem Unternehmen zufrieden.

Mit der Einführung DSGVO und der Verarbeitung personenbezogener Daten ist auch diese Funktion Teil meiner Arbeit geworden, bei der ich gemeinsam mit Kollegen aus verschiedenen Projekten verantwortlich für die Umsetzung und Einhaltung innerhalb der Firma verantwortlich bin.

Ich hoffe, habe ich dir wenigstens ein grobes Überblick über diese Firma gegeben und im nächsten und letzten Teil kommen wir zu Vor – und Nachtteile, die ich bis jetzt gesehen habe.

Bis bald 👋